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Carport aus Holz, Aluminium oder Stahl: Der Vergleich

Ein Carport aus Holz wirkt warm und kostet am Anfang wenig. Aluminium ist leicht und braucht kaum Pflege. Stahl trägt am meisten. Hier siehst du, welches Material zu deiner Lage passt.

Stand: 1. November 2026

Transparenz: Wir testen keine Produkte selbst. Dieser Ratgeber beruht auf Gesetzen, Herstellerunterlagen und den unten genannten Quellen.

Die Kurzfassung

Alle drei Materialien funktionieren, wenn Statik, Fundament und Pflege stimmen. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie viel Arbeit sie machen, wie viel sie kosten und wie viel Last sie tragen. Die folgenden Aussagen stützen sich auf Ratgeber von Aroundhome und Fertighaus.de. Wir haben keine Carports selbst geprüft.

  • Holz: günstig im Einstieg, schöne Optik, aber der höchste Pflegeaufwand.
  • Aluminium: leicht und witterungsbeständig, pflegearm, aber weniger belastbar als Stahl.
  • Stahl: sehr stabil und langlebig, dafür schwer und teuer. Rost droht, wenn die Beschichtung verletzt wird.

Wenn du den Überblick über alle Themen rund um den Carport suchst, starte beim Carport-Ratgeber. Hier geht es nur um das Material. Ob dein Wunsch-Carport an deinem Grundstück erlaubt ist, klärst du auf der Seite Carport-Genehmigung.

Holz, Aluminium und Stahl im direkten Vergleich

Die Tabelle fasst zusammen, was die Quellen zu den wichtigsten Punkten sagen. Wo eine Quelle zu einem Punkt nichts nennt, steht kein Wert drin.

KriteriumHolzAluminiumStahl
Haltbarkeitgeringer als Metall; Leimholz langlebig, Vollholz kann reißen und wird dann anfälligwitterungsbeständig, aber anfällig für Beschädigungensehr langlebig, widerstandsfähig gegen Verformung und Verrottung
Pflegehoch: Schutzlasur etwa alle 1 bis 2 Jahre erneuerngering: regelmäßig säuberngering
Korrosionkein Rost, aber Feuchtigkeit, Pilze und Schädlingerostet nicht, ist aber anfällig für Streusalzkann rosten, wenn die Oberfläche beschädigt ist
PreisniveauEinstieg am günstigsten, Fachfirma und Leimholz deutlich teurergünstiger bis mittlerer Bereichoberer Bereich
Optiknatürlich, rustikal oder modernmodern, sehr formbarmodern durch Pulverbeschichtung
Gewicht und Tragkrafthohe Stabilitätsehr leicht, dadurch weniger stabilschwer, sehr hohe Tragfähigkeit
Bausatz-Eignunghäufig als Bausatz erhältlichals Bausatz erhältlichlaut Aroundhome nicht als Bausatz

Quellen: Aroundhome (Seiten aktualisiert am 16.10.2024 und 06.06.2025) und Fertighaus.de (03.02.2025).

Holz: warm, günstig, aber pflegebedürftig

Holz ist der Klassiker. Es lässt sich leicht verarbeiten und passt gut zu Wohnhäusern mit Garten. Fertighaus.de nennt Holz kostengünstig, leicht zu verarbeiten und mit warmer Optik. Dafür ist es witterungsanfällig und muss laut der Quelle aufwendig gepflegt werden.

Aroundhome empfiehlt, die Schutzlasur etwa alle ein bis zwei Jahre zu erneuern. Das ist kein Hexenwerk, aber es wiederholt sich. Wer das nicht einplant, riskiert Feuchtigkeit, Pilzbefall und Schädlinge. Vollholz kann außerdem reißen, und durch Risse dringt Wasser ein. Leimholz ist laut Aroundhome langlebiger, kostet aber mehr.

Ein weiterer Punkt: Holz brennt. Aroundhome nennt das Brandrisiko als Nachteil. Das ist für dich nur relevant, wenn Wohngebäude oder Nachbarn dicht daneben stehen. Die Regeln dazu stehen nicht hier, sondern in der Carport-Genehmigung.

Preislich ist Holz der Einstieg. Aroundhome nennt für Einzelcarports mit Stand 29.09.2026 grob 500 bis 7.000 €, für Doppelcarports 1.300 bis 9.000 €. Die untere Grenze gilt für einfache Bausätze, die obere für hochwertige Ausführung durch eine Fachfirma.

Aluminium: leicht und pflegearm

Aluminium ist witterungsbeständig und rostet nicht. Es wiegt deutlich weniger als Stahl, das macht Transport und Aufbau einfacher. Die Optik ist modern, und das Material lässt sich in viele Formen bringen.

Schwächen gibt es trotzdem. Aroundhome nennt zwei: Aluminium ist anfällig für Streusalz, und Beschädigungen lassen sich schlecht ausbessern. Steht der Carport direkt an einer Straße, die im Winter gestreut wird, solltest du das beim Hersteller ansprechen. Außerdem ist Aluminium weniger stabil als Stahl. Das spielt bei Schnee eine Rolle, siehe unten.

Zum Preis: Aroundhome nennt für Einzelcarports 1.000 bis 7.000 €, für Doppelcarports 4.000 bis 12.000 € (Stand 29.09.2026). Auf der Doppelcarport-Seite derselben Quelle (Stand 16.10.2024) starten Aluminium-Bausätze bei etwa 5.000 €.

Stahl: stabil, schwer und teuer

Stahl ist das stabilste der drei Materialien. Aroundhome beschreibt ihn als sehr langlebig und widerstandsfähig gegen Verformung, Risse und Verrottung. Mit Pulverbeschichtung sind moderne Farben möglich.

Die Schwäche ist der Rost. Er entsteht, wenn die Oberfläche beschädigt wird. Kontrolliere deshalb Kratzer und Kanten und bessere sie früh aus. Stahl ist außerdem schwer und schwer zu bearbeiten. Laut Aroundhome gibt es Stahl nicht als Bausatz, der Aufbau ist wegen des Gewichts aufwendiger.

Preislich liegt Stahl oben. Aroundhome nennt für Einzelcarports 2.500 bis 6.000 € in der Tabelle, im Fließtext mindestens 5.000 €. Für Doppelcarports sind es 6.000 bis 15.000 €, auf der Doppelcarport-Seite starten Stahlkonstruktionen bei etwa 13.000 € (Stand 2024). Fertighaus.de nennt für Doppelcarports 8.000 bis 18.000 €. Die Zahlen gehen also auseinander. Hol dir ein konkretes Angebot.

Dachlast und Schnee: Was trägt das Material?

Das Dach muss im Winter Schnee tragen. Wie viel, bestimmt die Schneelastzone deines Ortes nach DIN EN 1991-1-3 mit nationalem Anhang. Je nach Zone und Höhe über dem Meer ist die Last unterschiedlich.

Für das Material heißt das: Stahl hat laut Aroundhome die höchste Tragfähigkeit, Aluminium ist weniger stabil. Holz liegt bei hoher Stabilität. Die Tragfähigkeit eines Carports hängt aber nicht nur vom Werkstoff ab, sondern von Querschnitt, Abstand der Sparren und Statik. Ein gut gerechneter Aluminium-Carport kann also für deinen Ort passen, ein knapp gerechneter nicht.

Fertighaus.de nennt als Richtwert, dass ein Carport-Dach mindestens 85 kg pro m² tragen können soll. Das ist eine Orientierung, kein Nachweis. Ausschlaggebend ist die Statik des Herstellers. Frage immer, für welche Schneelastzone und Höhe sie gilt. Mehr dazu im Ratgeber Carport-Bausatz.

Wichtig bei der Dachneigung

Bei Flach- und Pultdächern bis 30 Grad Neigung setzt die Norm den vollen Formbeiwert von 0,8 an. Ein leicht geneigtes Dach entlastet die Statik also nicht. Das gilt für alle drei Materialien.

Empfehlung: Welches Material passt zu welcher Lage?

Die folgende Einordnung ist unsere Auswertung der oben genannten Eigenschaften. Sie ersetzt kein Angebot und keine Statik. Such dir die Zeile, die zu dir passt.

Deine LageNaheliegende WahlWarum
Kleines Budget, du baust selbst aufHolz als Bausatzniedrigster Einstiegspreis, Selbstaufbau üblich; die Pflege musst du einplanen
Du willst möglichst wenig PflegeAluminiumpflegearm und witterungsbeständig; bei Streusalz in der Nähe nachfragen
Hohe Schneelast oder große SpannweiteStahl oder statisch geprüfte Lösunghöchste Tragfähigkeit; Aufbau durch Fachfirma
Der Carport soll ein Solardach tragenMaterial zweitrangig, Statik zuerstmehr Last auf dem Dach; Hersteller und Statik müssen das ausdrücklich abdecken; Trapezblech gilt laut Aroundhome als geeignet
Moderne Optik, schlanke LinienAluminium oder pulverbeschichteter Stahlgut formbar, viele Farben
Natürliche Optik, passend zum GartenHolz (Leimholz ist laut Aroundhome langlebiger)warme Optik; Lasur regelmäßig erneuern
Doppelcarport mit großer BreiteStahl oder eine statisch bestätigte Lösunggroße Spannweiten brauchen Stabilität; frage die Fachfirma nach der Statik

Ob du einen Bausatz selbst aufbaust oder eine Fachfirma beauftragst, hängt auch vom Material ab, mehr dazu im Ratgeber Carport-Bausatz. Das Fundament unterscheidet sich je nach Gewicht der Konstruktion, siehe Carport-Fundament. Wenn du unsicher bist, entscheide nach der Frage: Wie viel Zeit willst du in den nächsten Jahren in den Carport stecken? Wenig Zeit spricht für Aluminium oder Stahl. Wenig Geld am Anfang spricht für Holz.

Typische Fehler bei der Materialwahl

Wer Material nur nach dem Preisschild wählt, ärgert sich später. Diese Denkfehler kommen häufig vor:

  • Holz kaufen und die Pflege vergessen. Die Lasur gehört zum Betrieb. Wenn du weißt, dass du dazu keine Lust hast, ist ein Metall-Carport die ehrlichere Entscheidung.
  • Aluminium neben einer gestreuten Straße aufstellen und nicht nachfragen. Streusalz ist laut Aroundhome ein Schwachpunkt. Frage den Hersteller, ob die Beschichtung dafür gedacht ist.
  • Stahlkratzer ignorieren. Rost beginnt an beschädigten Stellen der Oberfläche. Schau einmal im Jahr nach und bessere kleine Schäden gleich aus.
  • Das Material für die Schneelast verantwortlich machen. Entscheidend ist die gerechnete Statik für deine Zone und Höhenlage, nicht der Werkstoff allein.
  • Nur den Preis des Dachs vergleichen. Dachfläche, Eindeckung, Fundament und Montage entscheiden über den Endpreis. Aroundhome nennt für das Dach allein 5 bis 80 € pro Quadratmeter, je nach Eindeckung.

Du willst die Gesamtsumme prüfen, bevor du dich festlegst? Im Kostenrechner kannst du Material, Fundament und Montage gemeinsam ansetzen.

Was kosten Material und Pflege über die Jahre?

Der Kaufpreis ist nur ein Teil. Zu Holz gehört Lasur, die du regelmäßig kaufst und aufträgst. Bei Metall sparst du das, musst aber Kratzer und Beschichtung im Blick behalten. Zahlen zu den Folgekosten je Material nennen die Quellen nicht, daher lassen wir sie weg. Aroundhome gibt für Carports allgemein jährliche Wartungskosten von etwa 50 bis 200 € an (Stand 25.06.2024).

Dazu kommen Kosten, die mit dem Material nichts zu tun haben: Fundament, Lieferung, Montage und eine Dachrinne. Die rechnest du am besten im Carport-Kostenrechner durch. Und wenn du zwei Autos unterstellen willst, hilft dir der Ratgeber Doppelcarport bei den Maßen.

Häufige Fragen

Ist ein Carport aus Holz oder Aluminium besser?

Holz ist am Anfang günstiger und wirkt warm, braucht aber Pflege. Aluminium ist pflegearm und witterungsbeständig, dafür weniger stabil als Stahl. Es kommt auf Budget, Pflegezeit und Schneelast an.

Rostet ein Carport aus Aluminium?

Aluminium rostet nicht. Laut Aroundhome ist es aber anfällig für Streusalz, und Beschädigungen lassen sich schlecht ausbessern.

Wie oft muss ich einen Holzcarport streichen?

Aroundhome empfiehlt, die Schutzlasur etwa alle ein bis zwei Jahre zu erneuern. Fertighaus.de nennt Holz pflegeintensiv.

Warum gibt es Stahlcarports nicht als Bausatz?

Laut Aroundhome ist Stahl nicht als Bausatz erhältlich. Der Aufbau ist wegen des Gewichts aufwendiger und liegt meist bei einer Fachfirma.

Welches Material trägt am meisten Schnee?

Stahl hat laut Aroundhome die höchste Tragfähigkeit. Entscheidend ist aber die Statik: Frage, für welche Schneelastzone und Höhe sie gilt.

Was ist günstiger, Holz, Aluminium oder Stahl?

Holz ist im Einstieg am günstigsten, Stahl liegt im oberen Preisbereich. Die Spannen in den Quellen überlappen stark, deshalb zählen konkrete Angebote.

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Quellen